Eventualvorsätzliche Wortverwirrung?

Es stach einem förmlich ins Auge, als man das tägliche Gratisblättchen diesen Morgen so aufmerksam wie nur eben möglich durchlas. Eigentlich gut verfasste und konsistente Texte winkten einem entgegen, mit Freude las man diese von Anfang bis Schluss durch, um dann enttäuscht in den Tramsessel zu sinken. Beim brisantesten Punkt der Texte konnten gewisse wichtigen Aussagen und schlussendlich den Kontext bestimmenden Schwerpunkte „weder dementiert noch bestätigt werden“. Wie enttäuschend. Woran soll man sich denn da noch festklammern? Hat man schon seit Jahren mit der Unsicherheit über die eigentliche Wahrheitsgetreue von Zeitungsartikeln zu kämpfen, muss man sich nun auch noch Sorgen darüber machen, ob gewisse Aussagen betroffener Politiker/Vorsitzende/sonstige hohe Tierchen innerhalb dieser Texte überhaupt existieren, oder doch nur ein wildes Gerücht waren.

Mal abgesehen davon, dass diese fünf Wörter zur Zeit offenbar hochmodisch sind, stehen sie doch als Dekoration für eine Tatsache, die man nicht so richtig beim Namen nennen möchte. Es gibt so viele Möglichkeiten. Wollte die Person keinen Kommentar abgeben? War sie nicht erreichbar, als das interview stattfand? Fing sie womöglich an zu fluchen, anstatt Stellung zu nehmen, oder sprach gar eine gänzlich unverständliche Sprache?

Schlussendlich läuft alles auf eine frustrierende Begebenheit hinaus: Diese fünf Wörter sehen zwar gut aus, bedeuten aber nichts. Wirklich einfach schlicht und ergreifend nichts. Totale, innere Leere. Immerhin lösen sie wilde Spekulationen aus, was wiederum seinen ganz eigentümlichen Reiz hat und nebenbei die Fantasie anregt.

Fazit: Ich kann weder bestätigen noch dementieren, dass ich die Bestätigung des Verständnisses bezüglich des Dementierens und Bestätigens dementieren kann.

Na, geschnallt? 😉

4 Kommentare zu “Eventualvorsätzliche Wortverwirrung?

  1. hoho, sitze am schulcompi und lache mich kringlig ab deinem text! bei dem, den ich nämlich jetzt lesen müsste, gehts um die traumdeutung von freud (der hat sich doch nicht mehr alle!). aber eben, er konnte auch weder bestätigen noch dementieren….;)
    süsse, küsse dich

  2. Liebstes Fränzi,

    Na, ein Beweis mehr das Freud auch nicht genau wusste, was er tat. 😉

    (und jetzt muss ich mich in Acht nehmen vor allen Freudianern 😉 )

    Alles Liebe und viel Kraft weiterhin, beim schlau und schlauer werden!

  3. Ui, da hätte ich ja beinahe verpasst, dass Du wieder bloggst (eine Tugend, die ich auch zögerlich wieder aufgenommen habe).

    Also das mit dem weder dementieren noch bestätigen klingt ja schwer nach Juristen! Ich finde es toll, dass man aus dem Jus-Studium eigentlich eh nur einen Satz mitnehmen muss, alles andere ist nebensächlich:

    „Es kommt drauf an.“

    In diesem Sinne, wünsch ich Ihnen eine tolle restliche Woche!

  4. Liebste Frau E.

    Ja, „es kommt drauf“ an ist toll. Es ist auch immer so nett, wenn man das als Antwort bekommt. 😀

    Auch ich wünsche Ihnen noch eine tolle Restwoche 🙂

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