Von männlichen Schaumschlägern und dem kleinen Unterschied

Frau trifft auf Mann, sie ist fasziniert von ihm, er auch von ihr. Irgendwann einmal kommt zwangsläufig die klassische Einladung zum Abendessen in des Mannes Haus. Vielleicht wird diese auch etwas ausgedehnter, was oftmals mit einschliesst, dass die Frau auch in den Genuss der Nasszelle des Gastgebers kommt, möchte man doch einen gepflegten Eindruck hinterlassen. Im besten Falle, so ergings mir zumindest in den letzten Jahren, trifft man auf eine ausreichende Auswahl von zwar herb-männlichen aber durchaus brauchbaren Duschmitteln und Shampoos. Im allerschlechtesten aller Fälle stellt man sich auf die Zehenspitzen, um das Territorium mit nur möglichst wenig Eigenhaut zu berühren, greift zur erlösenden Duschgelflasche, die leider bei näherer Betrachtung nicht bloss fast leer ist, sondern auch eine Shampooflasche, die schon seit längerem auf die eigentlich notwendige Ersetzung wartet. Was zu tun ist, wissen ja die meisten: Wasser rein, einmal gut schütteln, und raus das Zeug! Wenn einem bloss nicht die Schamröte ins Gesicht steigen würde, ob der bevorstehenden Erklärung, dass da mal eine Einkaufstour nötig wäre, und dem Gefühl, ganz und gar nicht sauber zu werden. Kommt doch nicht darauf an, könnte man sagen, ist doch alles bloss Seife und reinigt. Liebe Herren, und damit meine ich nun die, die den Unterschied zwischen Shampoo und Duschgel nicht kennen, die zwei Produkte wurden tatsächlich dazu entwickelt, auf die unterschiedlichen Regionen wie Haar und Körper zu wirken und nicht einfach als Schikane, um das so oder so schon überreizte Gehirn noch zum totalen Absturz zu bringen. Man geht doch nur zu gerne alle Einzelteile für sein Auto einkaufen, oder für den heimischen Computer, oder steht sich stundenlang im Plattenladen die Beine in den Bauch. Dann sollte es doch im Bereiche des Möglichen liegen, im Einkaufszentrum einfach zu dem Shampoo auch noch die kleine Schwester, das Duschgel zu gesellen. Das hat Vorteile auf der ganzen Linie, glänzendes Haar, babyweiche Haut und Damen des Herzens, die sich pudelwohl fühlen in euren Gemächern der Sauberkeit. Wenn der Unterschied wirklich nicht vorhanden wäre, dann hätte man gerade so gut bei der guten, alten Kernseife und dem grossen Spritzer Kölnisch Wasser bleiben können.

Vielleicht klingt da teilweise noch die alte Schule nach, wonach es unmännlich sein soll, sich zu pflegen. Wo rauhe Stellen als DAS Accessoire des arbeitenden Mannes galt. Man vergisst allerdings, dass wir schon einen enormen Schritt getan haben, seit der Zeit der Perücken und des Puders, warum also nicht gleich den Weg zu Ende gehen?

Fazit: Eure Epidermis wird euch dankbar sein.

4 Kommentare zu “Von männlichen Schaumschlägern und dem kleinen Unterschied

  1. Oh, liebstes mariechen, ich glaube, Sie haben sich da wahrlich einer Aufgabe herkulesischen (ist das überhaupt ein Wort?) Ausmasses angenommen. Auch heute noch fährt die Dame von Welt wohl am besten, wenn ihr Handtäschchen nebst dem obligaten Schminkwerkzeug auch Minifläschchen an Shampoo, Duschgel und Nivea mitführt. Nur um sicher zu gehen…

  2. Liebste Aena,

    Ja, da muss ich Ihnen beipflichten, am besten, man hat sein eigenes Pflegearsenal dabei. Wenn man allerdings plant, für längere Zeit ein bestimmtes Bad zu besuchen, dann fühlt man sich auch blöd, wenn man plötzlich die eigene Kosmetika da plazieren muss. 😉

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