Grammatik und andere Fallen: Wütende Pinguine und Einsamkeit

Freunde der schönen Sprache, geschätzte Leser – nun ist es endlich so weit: Nach über einem Monat ist es dem Mariechen gelungen, ganze zwei Beispiele schmerzhafter Sprachverirrung aufzuspüren. Ich deute dies einmal als ein gutes Zeichen! Oder wurden mir die Bildchen mit Absicht unterschlagen? Lagen alle Sprücheklopfer mit einer Winterdepression darnieder und hatten keine Kraft, hässliche Zitate auf Facebook hochzuladen? Wir werden es nie herausfinden.

Eine unerwartete Wendung!

Egalwie_ABER

Schön! Ich mag Sprüche mit Spannungsaufbau. Dummerweise, lieber Autor, hast du dich selber mit deinem total deplatzierten „Aber“ geknebelt. Aber wenn du das unbedingt möchtest, kannst du danach aber auch nicht behaupten, keiner verstehe dich. So sieht es nämlich aus, als wären das zwei unterschiedliche, zufällig zusammengeworfene Sätze, die sich von Weitem argwöhnisch beäugen. Als hättest du etwas ganz anderes sagen wollen und mitten im Satz genervt  aufgegeben.

Es ist ja so: Was auch immer man auf Facebook schreibt. Aber im Endeffekt interessiert das ja keinen.

Korrekturversuch: „Egal wie viele Menschen dir sagen, dass sie dich lieben; im Endeffekt bist du immer alleine, wenn es dir beschissen geht“

Na? Deprimierend, oder?

Watschelnde Pinguine

Pinguin

Ich muss sagen, da kriege ich wirklich Krämpfe. Wieder so ein Beispiel von absoluter Missachtung von Korrektheit. Was haben wir gelernt im Deutschunterricht? Dass wir Wörter unter gewissen Umständen nominalisieren (substantivieren) dürfen, wenn sie als Nomen (Substantive) gebraucht werden. Ja – das ist teilweise nicht ganz so einfach, klar. Es ist schlimm, aber das schlimme ist nun einmal das Schlimme, weil der Pinguin ja auch nicht plötzlich der pinguin ist. So. Das alles wäre ja allein noch nicht so tragisch.

Kommas sollte man jedoch nicht dort setzen (oder weglassen), wo man gerade Lust dazu hat. Denn so klingt der Satz wie aus dem Munde eines ausser Atem gekommenen Schuljungen mit Zahnlücke. Und: falsch – einfach nur falsch!

Gemäss deiner Aussage, lieber Verfasser, ist das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, dass wenn man sauer ist. Und „wegwatschelt“ sieht immer noch total süss aus. Ich weiss ja nicht, wer „wegwatschelt“ ist, aber ich bin mir sicher er/sie freut sich sehr über das Kompliment!

Alkohol!

Zuerst aber noch ein Korrekturversuch:

Nummer eins: „Das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, ist, dass wenn man sauer ist und wegwatschelt, man immer noch total süss aussieht. “
Immer noch ziemlich holprig.

Nummer zwei: „Das Schlimme am Dasein eines Pinguins ist, dass er immer noch total süss aussieht, wenn er wütend wegwatschelt“

Und? Ich bin gleich ganz entspannt!

In diesem Sinne: Geniesst die Kurze Woche.

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