Grammatik für du und mir!

Liebe Freunde!

Mit Freudentränen in den Augen darf ich euch schon die nächste Serie aus dem Horrorkabinett der Facebook-Bildchen präsentieren. Diesmal gaben sich die kreativen Schreiberlinge besonders viel Mühe! Aber seht selbst.

Dummer Idiot:

Dummer_Idiot

Das ist kein weiser Spruch, das ist keine Streicheleinheit für die Seele, das ist einfach nur doof. Oder soll ich sagen: Da rümpfen wir die Nasen, wie so dumme, eingebildete Erwachsene. Oder wie so Leute, die gerne Weisheiten in geschriebener Sprache lesen würden. Es ist einfach nicht genug, einfachnichtgenug!

(Was ich mich auch noch fragte: Warum tauschen eine Fünfjährige und ein Hund Nachrichten miteinander aus? Und wie?)

NEXT!

Angst vor Fehlern:

Angst_vor_Fehlern

Gewisse Leute, zum Beispiel deine Wenigkeit, sollten wirklich mehr Angst vor Fehlern haben. Es stimmt schon, dass Kommas Leben retten. Hier nicht. Wirklich nicht. Schluchz.

Und jetzt, ein Kunstwerk! Denn du bist niemals zu alt….

Niemals_zu_alt

..um während eines Anfalls von Kreativität verpixelte Comic-Sans-Schrift(KURSIV!! Freunde!! KURSIV!! und mit OUTLINES!) auf violettem Grund zu verwenden, das Ganze noch in einen Windows-95-Verlauf zu packen und dann auch noch mit Namen und Logo dahinter zu stehen! Reife Leistung Elmar. Das hast du wirklich gut gemacht mit dem Augenkrebs.

Schnell weg!

Eine Legende!

Nicht_Schlafen

„Ist es weil“? „Nachts“ grossgeschrieben? „Du“ grossgeschrieben? Kausalzusammenhang vermasselt?

Ich brauche so viel Rauschgift, um diesen Satz zu verdrängen, dass ich danach garantiert in keinem Traum eines anderen wach sein werde!

So. Das tat gut.

In diesem Sinne – Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: Schreibdurchfall!

Grammatik und andere Fallen: Wütende Pinguine und Einsamkeit

Freunde der schönen Sprache, geschätzte Leser – nun ist es endlich so weit: Nach über einem Monat ist es dem Mariechen gelungen, ganze zwei Beispiele schmerzhafter Sprachverirrung aufzuspüren. Ich deute dies einmal als ein gutes Zeichen! Oder wurden mir die Bildchen mit Absicht unterschlagen? Lagen alle Sprücheklopfer mit einer Winterdepression darnieder und hatten keine Kraft, hässliche Zitate auf Facebook hochzuladen? Wir werden es nie herausfinden.

Eine unerwartete Wendung!

Egalwie_ABER

Schön! Ich mag Sprüche mit Spannungsaufbau. Dummerweise, lieber Autor, hast du dich selber mit deinem total deplatzierten „Aber“ geknebelt. Aber wenn du das unbedingt möchtest, kannst du danach aber auch nicht behaupten, keiner verstehe dich. So sieht es nämlich aus, als wären das zwei unterschiedliche, zufällig zusammengeworfene Sätze, die sich von Weitem argwöhnisch beäugen. Als hättest du etwas ganz anderes sagen wollen und mitten im Satz genervt  aufgegeben.

Es ist ja so: Was auch immer man auf Facebook schreibt. Aber im Endeffekt interessiert das ja keinen.

Korrekturversuch: „Egal wie viele Menschen dir sagen, dass sie dich lieben; im Endeffekt bist du immer alleine, wenn es dir beschissen geht“

Na? Deprimierend, oder?

Watschelnde Pinguine

Pinguin

Ich muss sagen, da kriege ich wirklich Krämpfe. Wieder so ein Beispiel von absoluter Missachtung von Korrektheit. Was haben wir gelernt im Deutschunterricht? Dass wir Wörter unter gewissen Umständen nominalisieren (substantivieren) dürfen, wenn sie als Nomen (Substantive) gebraucht werden. Ja – das ist teilweise nicht ganz so einfach, klar. Es ist schlimm, aber das schlimme ist nun einmal das Schlimme, weil der Pinguin ja auch nicht plötzlich der pinguin ist. So. Das alles wäre ja allein noch nicht so tragisch.

Kommas sollte man jedoch nicht dort setzen (oder weglassen), wo man gerade Lust dazu hat. Denn so klingt der Satz wie aus dem Munde eines ausser Atem gekommenen Schuljungen mit Zahnlücke. Und: falsch – einfach nur falsch!

Gemäss deiner Aussage, lieber Verfasser, ist das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, dass wenn man sauer ist. Und „wegwatschelt“ sieht immer noch total süss aus. Ich weiss ja nicht, wer „wegwatschelt“ ist, aber ich bin mir sicher er/sie freut sich sehr über das Kompliment!

Alkohol!

Zuerst aber noch ein Korrekturversuch:

Nummer eins: „Das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, ist, dass wenn man sauer ist und wegwatschelt, man immer noch total süss aussieht. “
Immer noch ziemlich holprig.

Nummer zwei: „Das Schlimme am Dasein eines Pinguins ist, dass er immer noch total süss aussieht, wenn er wütend wegwatschelt“

Und? Ich bin gleich ganz entspannt!

In diesem Sinne: Geniesst die Kurze Woche.

Grammatik und andere Fallen

Wir lieben sie, wir hassen sie: Die tollen Motivations-Sprüche, die immer wieder gerne im heimischen Facebook-Feed auftauchen. Ich mag sie eigentlich, auch wenn ich sie selber nicht teile (hab ich schon erwähnt, dass ich diese Wortschöpfung hasse?). Schliesslich sind die Sprüche oft wahr, oder zumindest klingen sie tröstend. Oder man grinst ganz insgeheim darüber.

Eine Frage geistert mir jedoch immer wieder durch den Kopf: Warum schaffen es die Gestalter dieser unsäglichen Bildnachrichten immer wieder, auch nur im kürzesten Satz mindestens einen Fehler zu machen? Oder wenn das noch gut geht, spätestens in der Bildunterschrift? Wieso die vielen Deppen-Leerzeichen? Ist einmal Durchlesen zuviel verlangt? Und warum muss das Ganze dann auch noch glitzern?

Wichtig: Ich spreche hier nicht von Leuten, die Deutsch als Fremdsprache sprechen und schreiben und somit in klassische Fallen tappen. Es ist auch eine verdammt schwere Sprache. Nein, diese Goldstücke stammen meist aus dem deutschsprachigen Raum von Ureinwohnern und treiben mir regelmässig die Tränen in die Augen. Erkennen die Menschen denn nicht, dass ein tiefgründiger Text ziemlich schnell doof wirkt, wenn er nicht korrekt abgefasst wird? Man kann so  ganze Doktorarbeiten versauen! Und ich bin mir sicher, dass dies auch regelmässig geschieht. Professoren, die sich auf die Schenkel klopfen! Einfach schade, wenn man wegen eines Textes in Gelächter ausbricht, wenn man doch eigentlich seufzen oder gewichtig nicken müsste.

Ich frage mich: Ist es den Leuten einfach egal? Denken sie, dass auf dem Internet andere, ganz eigene Grammatik-Regeln herrschten? Oder ist es einfach Faulheit, weil man annimmt, der Empfänger verstehe dann schon, was gemeint ist? Keine Bange, das ist meist (!) schon der Fall. Aber man muss ganz fest heulen dabei.

Als grosser Fan von der Serie „Your Grammar Sucks“ von jacksfilms nehme ich mir nun vor, hier einigermassen regelmässig (in Simones Welt also ca. zweimal im Jahr ) die schönsten Blüten zu veröffentlichen und mich kräftig darüber zu ärgern. Nein, vorerst mal nicht in Video-Form. Dazu habe ich einfach zu wenig Kamera-Gen.

Sollte ich also mal ein von dir geteiltes Bild/Kommentar posten, lieber Leser, sei bitte nicht beleidigt. Es geht ja schliesslich nicht um dich, sondern um den Text. Und wenn du mich gut kennst, weisst du, dass ich mir meiner eigenen Fehleranfälligkeit sehr bewusst bin. Aber ich lese meine Ergüsse wenigstens durch.

Wer mich kennt, weiss, dass ich einfach gerne böse bin. 😉

Zum Anfang habe ich nur ein einziges Bildchen (Aber da kommt noch mehr, da bin ich mir sicher):

Liebe ist… schön und macht blind. Aber nicht gegen alles!

Liebe ist_Kommafehler

Naja, wo soll ich anfangen? Der Spruch selber hat Gehalt, er thematisiert einen wichtigen Punkt, der in den meisten Beziehungen nicht wirklich beachtet wird. Aber warum, lieber Autor, hast du das Komma dort gesetzt? Mitten in einem ganzen Satz, der nicht getrennt werden möchte!  Wie kommt man auf die Idee? Wolltest du dem Leser eine kleine Lese-Pause gönnen? War dir der Satz zu lang? Oder hast du gezögert, ob das mit dem Fürsorglich-Sein auch wirklich stimmt? Poetische Note? Was auch immer: es ist falsch. Für mich fühlt sich das beim Betrachten an, als stelle mir jemand ein Bein: Selbst bei einem Streit – grumpf! autsch! – fürsorglich zu sein.  ZONK!

So ungefähr soll das laufen. Wenn man will, kann man mir auch Screenshots, Bilder oder was auch immer schicken, die ich dann mit Genuss kommentiere. Oder auch nicht. Vielleicht liest das auch gar keiner. Ich bin so populär. 😉

In diesem Sinne: ein Hoch auf die Grammatik !

Eine Perle

Hier wieder einmal eine journalistische Höchstleistung:

Terroranschläge nicht ausgeschlossen

«Die grössere Gefahr könnten von Rechtsaussen-Gruppierungen in der Schweiz kommen, falls diese ein Volks-Ja zum Minarett-Verbot für weitere fremdenfeindliche Aktionen nutzen.» Dass Islamisten verüben, halt Khan für unwahrscheinlich, aber nicht für ausgeschlossen. (..)

Lieber Schreiberling, du musst wissen, dass es am Montag jeweils sehr riskant ist, solche Sätze zu formulieren. Wenn eine montagsmüde Person den Abschnitt liest und einige Stellen sehr unverständlich findet, kriegt sie es mit der Angst zu tun, zumal sie den Fehler erst mal bei sich selbst, ergo bei ihrem Zustand sucht. Dabei ist es wohl eher notwendig, dass du aufwachst.

Fazit: Wer liest, ist klar im Vorteil. Wer korrigiert, noch sehr viel mehr.

WTF-Artikel des Tages oder Genetik für du

Weil saure Gurken gerade wieder Saison haben, muss man sich derzeit täglich Geschichten pseudowissenschaftlichen Ursprungs  aussetzen. Mein WTF-Artikel von heute: Schönere Mütter zeugen schönere Töchter – Frauen werden immer schöner.

Zitat:

Jokela baut auf Forschungsresultate des Evolutionsforschers Satoshi Kanazawa auf. Dieser war zum Schluss gekommen, dass schöne Eltern eher hübsche Töchter zeugen – und weniger Söhne auf die Welt bringen. «Physische Attraktivität ist vererbbar. Dies erhöht die Wahrscheinlichkeit, eine Tochter statt einen Sohn zu zeugen.»

Das heisst also, dass schönere Frauen das X-Spermium magisch anziehen und das Y verächtlich schnaubend vertreiben? Bisher war ja eher der Mann an der Geschlechterbestimmung schuld, nicht wahr?

Korrekturen nehme ich gerne entgegen, falls vorhanden. 😉


Mühsam!

Die Welt geht vor die Hunde, finanziell sowie auch sozial. Hunger, Krisen und Anschläge füllen unsere Tageszeitungen, man hat das Gefühl, dass einen nichts mehr umhauen kann. Und dann das: wir Zürcher haben Probleme. Richtig grosse Probleme. Gemäss einem Blättchen, dass man gerne mal auf dem Nachhauseweg anschaut (!), sollen sich jeden Tag am Bahnhof Stadelhofen tragische Szenen abspielen. Es stehen nämlich täglich mindestens drei Leute auf einmal vor dem Postomat an. Man muss also mindestens fünf Minuten seiner kostbaren Zeit verschwenden, um an sein liebes Geld zu kommen! Das kommt in Zürich sonst nirgends vor, besonders nicht vor den ZKB-Automaten. Man muss was unternehmen, ganz klar. Den Anfang machte das Blättchen selbst, indem es uns brisanterweise den geheimen, zweiten Postomaten verriet, im unterirdischen Bereich des Bahnhofes. Aber den Weg dahin finden die Menschen nicht, sind sie doch so im Stress! Ich würde ihnen wärmstens empfehlen, mal an einem Samstagnachmittag  zu versuchen, so schätzungsweise um vierzehn Uhr, im Hauptbahnhof oder an der Bahnhofstrasse innert zehn Minuten Geld zu beziehen. So würden sie sich genügend Nervenstärke antrainieren, um beim nächsten Besuch des bestimmten Postomaten nur noch müde zu gähnen.

Beim Lesen dieses Berichtes fiel mir wieder auf, was das grösste gesellschaftliche Problem der Zürcher (und das der Journies) zu sein scheint: Langeweile. Oder wollte man bloss die Praktikantin quälen? Wir wissen es nicht. Ich wünsche der SBB und der Postfinance jedenfalls weiterhin viel Erfolg für ihre Verhandlungen.

Zerstampfung auf Facebook

Es ist ein Skandal. Auf Facebook werden unschuldige Community-Abhängige gewaltsam angegriffen, und damit nicht genug, dann macht das Gesichtsbuch das tatsächlich noch im Namen der eigenen Freunde! Bevor ihr euch zu fest erschreckt, hier der Satz, der zu meinem Ausbruch führte (gesehen, als Frau mal wieder eine der absolut wichtigen Applications installierte):

Einer Ihrer Freunde hat eine Zerstampfung auf Ihnen. Finden Sie heraus, wem!

Naja, immerhin kann man behaupten, dass man wahrscheinlich vorher noch nie eine Zerstampfung auf sich hatte, oder wenn, dann wurde einem das nicht einfach so mitgeteilt. Denn so etwas sollte man doch lieber für sich behalten, sonst wird man ja noch eingesperrt!

Schlussendlich führt die Sache zu wichtigen Erkenntnissen resp. Fragen:

1. Automatische Übersetzungsprogramme sind so lange unbrauchbar, bis Computer echte Gefühle besitzen.

2. Wenn schon Menschen aus Fleisch und Blut grosse Mühe mit den Fällen haben, wie soll ein armes Gratisprogrämmchen diese beherrschen?

Fazit: Ich herze Gesichtsbuch! 😉