Herr Aguilera will uns einfach nicht verlassen

Es ist hochbrisant. Und es steht noch immer so auf news.ch. X-Tina hat offenbar einen heimlichen Bruder. Den hässlichen, verstossenen Zwilling. Der erlitt einen Schwächeanfall während ihres Konzerts, ist es doch auch keine leichte Aufgabe, die heimliche Schwangerschaft der Schwester zu ertragen. Christian Aguilera, von Herzen gute Besserung.

Eventualvorsätzliche Wortverwirrung?

Es stach einem förmlich ins Auge, als man das tägliche Gratisblättchen diesen Morgen so aufmerksam wie nur eben möglich durchlas. Eigentlich gut verfasste und konsistente Texte winkten einem entgegen, mit Freude las man diese von Anfang bis Schluss durch, um dann enttäuscht in den Tramsessel zu sinken. Beim brisantesten Punkt der Texte konnten gewisse wichtigen Aussagen und schlussendlich den Kontext bestimmenden Schwerpunkte „weder dementiert noch bestätigt werden“. Wie enttäuschend. Woran soll man sich denn da noch festklammern? Hat man schon seit Jahren mit der Unsicherheit über die eigentliche Wahrheitsgetreue von Zeitungsartikeln zu kämpfen, muss man sich nun auch noch Sorgen darüber machen, ob gewisse Aussagen betroffener Politiker/Vorsitzende/sonstige hohe Tierchen innerhalb dieser Texte überhaupt existieren, oder doch nur ein wildes Gerücht waren.

Mal abgesehen davon, dass diese fünf Wörter zur Zeit offenbar hochmodisch sind, stehen sie doch als Dekoration für eine Tatsache, die man nicht so richtig beim Namen nennen möchte. Es gibt so viele Möglichkeiten. Wollte die Person keinen Kommentar abgeben? War sie nicht erreichbar, als das interview stattfand? Fing sie womöglich an zu fluchen, anstatt Stellung zu nehmen, oder sprach gar eine gänzlich unverständliche Sprache?

Schlussendlich läuft alles auf eine frustrierende Begebenheit hinaus: Diese fünf Wörter sehen zwar gut aus, bedeuten aber nichts. Wirklich einfach schlicht und ergreifend nichts. Totale, innere Leere. Immerhin lösen sie wilde Spekulationen aus, was wiederum seinen ganz eigentümlichen Reiz hat und nebenbei die Fantasie anregt.

Fazit: Ich kann weder bestätigen noch dementieren, dass ich die Bestätigung des Verständnisses bezüglich des Dementierens und Bestätigens dementieren kann.

Na, geschnallt? 😉

Wahnsinnig clever

Es muss die Hölle sein für die Musikstudentin, die ihre Violine im Zug liegengelassen hat, in einem Moment geistiger Abwesenheit. Klar, wir alle haben schon in solch schwachen Sekunden mal einen Pulli oder ein Pack Zigaretten (gut, heutzutage ja nicht mehr) oder sogar ganze Handtaschen (räusper) unserer Nachwelt hinterlassen. Ich kann also gewisses Schulternzucken völlig verstehen. Nun, man soll sich jetzt aber mal vorstellen, man vergesse seinen Porsche im Zug. Das wäre ja der helle Wahnsinn, weil der ebenso wahnsinnig teuer ist. Wer diesen eigenartigen Gedankengang nicht ganz nachvollziehen kann, dem habe ich eine Erklärung parat, diese Violine kosten nämlich gemäss Suchaufruf im Radio Energy genau so viel wie das potenzsteigernde Objekt. Es ist völlig nachvollziehbar, dass besagte Studentin alles daran setzt, ihr Instrument wieder zu finden, weniger verständlich findet man allerdings, dass der hohe Wert dabei immer wieder so betont wurde. Die Möglichkeit, Hand auf unsere Herzen, dass die Violine ausgerechnet bei einem ehrlichen und gewissenhaften Menschen landete, ist nicht naturgemäss gegeben. Es besteht vielmehr die Chance, dass der Finder just in dem Moment seine Meinung über seine moralischen Vorstelllungen änderte, in dem er bemerkte, dass das Instrument ihm zu Luxusferien und/oder einer schöneren Wohnung verhelfen könnte. Das ist fies und misstrauisch? Nein, das ist das Bauchgefühl, das beim Hören dieser Durchsage entstand. Und man hatte eine schleichende Vorahnung, dass es der Suchenden wohl gleich erging, als sie hoffnungsvoll die Nachrichten hörte. Man konnte nämlich beinahe das Auftreffen ihrer Hand auf ihrer Stirn hören.

Schlussendlich bleibt nur zu hoffen, dass die Geschichte noch eine gute Wendung nimmt, und des Finders Herz schlussendlich genug erweicht wurde. Oder die Geige ganz einfach in Bern im Fundbüro landete. Das gibt es nämlich auch.

Fazit: Vertrauen ist gut, auslassen von Tatsachen manchmal besser

Geheiligt sei..

..die deutsche Sprache. Vor allem die deutsche Schriftsprache. Diesmal im Angebot, und das auch noch aus einem bekannten Online- Noos News-Portal herausgepickt:

Madame Tussaud’s in London ist ein Touristen Anziehungsmagnet.

Wer findet den Fehler? Der Schnellste kriegt ein praktisches Mehrzweck-Küchenhilfe-Gerät. Oder so. 😀