Freudomat!

Ach herrlich, es läuft ja richtig was auf meinem kleinen, bescheidenen Blog. Das fühlt sich an wie Ostern, Weihnachten, Geburtstag und Freitag zusammen!
Dankeschön, ich fühle mich enorm gebauchpinselt!

Grammatik – Paranoide Monster und Comic Sans

Jetzt ist es passiert. Die Bildchen des Grauens fangen an, einen nicht unerheblichen Teil meines Speicherplatzes auf meinem geliebten Laptop zu besetzen. Man könnte fast den Eindruck bekommen, als sässen hunderte von hämisch grinsenden Bildchen-Trolle in dunklen Räumen, um mit Absicht solche Texte zu produzieren. Eigentlich sind die Posts ein wunderschönes Foltermittel. Mich könnte man jedenfalls mit diesen Methoden zum Singen bewegen, hätte ich irgendetwas zu verbergen. Stasi-Methoden? Nichts gegen diese quadratischen Quäl-Textchen!

Der Weg (zugesendet von Kevin, vielen Dank!):

Apostroph_Katastroph

Ach, welch Schmerz in meinem Herzen!
Es war einmal ein Apostroph, das fühlte sich gar alleine
Da kam ein weiser Bildchen-Philosoph und machte dem Apostroph Beine
Voller Inbrunst und gar ohne Regel – Ach ach, ich weine, ich WEINE!

Verliebt und gar nicht abgelenkt:

Nicht_ablenken

Okay. Warum sollte man dann noch jemanden provozieren? Und wen sollte man provozieren? Die Männer? Die anderen Frauen? Und was soll dieser Kuss?
Klärt mich auf!

Parenting-Fail oder wenn das Bett Beine bekommt:

Es_HATMEINE_Beine

Nicht bloss, dass es dem Schreiberling offenbar zuviel war, notwendige Leerzeichen zu setzen.
Das Bett, worunter sich das Monster versteckt, hat offenbar die Beine des Vaters und frisst nur kleine Kinder.
Schön.

WEITER!

Grammatik-Paranoia:

Paranoid

Und bloss weil du paranoid bist, heisst das noch lange nicht, dass du berechtigt bist, das Komma des Relativsatzes wegzulassen und „dass“ mit „das“ auszutauschen. Denn es spielt eine Rolle. Auch wenn du mir das nicht glaubst, lieber So-is-DES-Nur-So-UND-Ihr-wisst-Dass-es-So-Is.

Und jetzt zu meinem absoluten Favoriten:

Lästern_und_dich_einem_schätzen

Ihr habt es richtig gesehen. Da haben wir ihn schon wieder, unseren geschätzten Elmar Rassi. Der mit den Verläufen und Comic Sans. Weil er überzeugt ist davon, dass dies der richtige Look für sein Sprüche ist. Noch viel schöner: Es gibt tatsächlich Leute, die das Sprüchlein teilen, ohne zu merken, dass es nicht das heisst, was sie selber eigentlich meinen.

Ich versuche es mal:

Du, Elmar, schätzt Menschen mehr, die einem ins Gesicht sagen können,wenn sie jemand anderen nicht mögen, als diejenigen, die so tun, als ob sie jemand anderen mögen und dann hinterm Rücken über einen lästern.

Zu Deutsch: Du hast lieber falsche Menschen, die vor dir über jemand anderen lästern, als solche, die hinter deinem Rücken reden.

Wolltest du das sagen? Falls nein, gebe ich dir einen Gratistipp: Es gibt ihn jeder Sprache verschiedene Personen. Die sollte man nicht mischen.

Elmar, ich dich nicht mögen mehr.

OVER AND OUT.

Grammatik für du und mir!

Liebe Freunde!

Mit Freudentränen in den Augen darf ich euch schon die nächste Serie aus dem Horrorkabinett der Facebook-Bildchen präsentieren. Diesmal gaben sich die kreativen Schreiberlinge besonders viel Mühe! Aber seht selbst.

Dummer Idiot:

Dummer_Idiot

Das ist kein weiser Spruch, das ist keine Streicheleinheit für die Seele, das ist einfach nur doof. Oder soll ich sagen: Da rümpfen wir die Nasen, wie so dumme, eingebildete Erwachsene. Oder wie so Leute, die gerne Weisheiten in geschriebener Sprache lesen würden. Es ist einfach nicht genug, einfachnichtgenug!

(Was ich mich auch noch fragte: Warum tauschen eine Fünfjährige und ein Hund Nachrichten miteinander aus? Und wie?)

NEXT!

Angst vor Fehlern:

Angst_vor_Fehlern

Gewisse Leute, zum Beispiel deine Wenigkeit, sollten wirklich mehr Angst vor Fehlern haben. Es stimmt schon, dass Kommas Leben retten. Hier nicht. Wirklich nicht. Schluchz.

Und jetzt, ein Kunstwerk! Denn du bist niemals zu alt….

Niemals_zu_alt

..um während eines Anfalls von Kreativität verpixelte Comic-Sans-Schrift(KURSIV!! Freunde!! KURSIV!! und mit OUTLINES!) auf violettem Grund zu verwenden, das Ganze noch in einen Windows-95-Verlauf zu packen und dann auch noch mit Namen und Logo dahinter zu stehen! Reife Leistung Elmar. Das hast du wirklich gut gemacht mit dem Augenkrebs.

Schnell weg!

Eine Legende!

Nicht_Schlafen

„Ist es weil“? „Nachts“ grossgeschrieben? „Du“ grossgeschrieben? Kausalzusammenhang vermasselt?

Ich brauche so viel Rauschgift, um diesen Satz zu verdrängen, dass ich danach garantiert in keinem Traum eines anderen wach sein werde!

So. Das tat gut.

In diesem Sinne – Bis zum nächsten Mal, wenn es wieder heisst: Schreibdurchfall!

Grammatik und andere Fallen: Wütende Pinguine und Einsamkeit

Freunde der schönen Sprache, geschätzte Leser – nun ist es endlich so weit: Nach über einem Monat ist es dem Mariechen gelungen, ganze zwei Beispiele schmerzhafter Sprachverirrung aufzuspüren. Ich deute dies einmal als ein gutes Zeichen! Oder wurden mir die Bildchen mit Absicht unterschlagen? Lagen alle Sprücheklopfer mit einer Winterdepression darnieder und hatten keine Kraft, hässliche Zitate auf Facebook hochzuladen? Wir werden es nie herausfinden.

Eine unerwartete Wendung!

Egalwie_ABER

Schön! Ich mag Sprüche mit Spannungsaufbau. Dummerweise, lieber Autor, hast du dich selber mit deinem total deplatzierten „Aber“ geknebelt. Aber wenn du das unbedingt möchtest, kannst du danach aber auch nicht behaupten, keiner verstehe dich. So sieht es nämlich aus, als wären das zwei unterschiedliche, zufällig zusammengeworfene Sätze, die sich von Weitem argwöhnisch beäugen. Als hättest du etwas ganz anderes sagen wollen und mitten im Satz genervt  aufgegeben.

Es ist ja so: Was auch immer man auf Facebook schreibt. Aber im Endeffekt interessiert das ja keinen.

Korrekturversuch: „Egal wie viele Menschen dir sagen, dass sie dich lieben; im Endeffekt bist du immer alleine, wenn es dir beschissen geht“

Na? Deprimierend, oder?

Watschelnde Pinguine

Pinguin

Ich muss sagen, da kriege ich wirklich Krämpfe. Wieder so ein Beispiel von absoluter Missachtung von Korrektheit. Was haben wir gelernt im Deutschunterricht? Dass wir Wörter unter gewissen Umständen nominalisieren (substantivieren) dürfen, wenn sie als Nomen (Substantive) gebraucht werden. Ja – das ist teilweise nicht ganz so einfach, klar. Es ist schlimm, aber das schlimme ist nun einmal das Schlimme, weil der Pinguin ja auch nicht plötzlich der pinguin ist. So. Das alles wäre ja allein noch nicht so tragisch.

Kommas sollte man jedoch nicht dort setzen (oder weglassen), wo man gerade Lust dazu hat. Denn so klingt der Satz wie aus dem Munde eines ausser Atem gekommenen Schuljungen mit Zahnlücke. Und: falsch – einfach nur falsch!

Gemäss deiner Aussage, lieber Verfasser, ist das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, dass wenn man sauer ist. Und „wegwatschelt“ sieht immer noch total süss aus. Ich weiss ja nicht, wer „wegwatschelt“ ist, aber ich bin mir sicher er/sie freut sich sehr über das Kompliment!

Alkohol!

Zuerst aber noch ein Korrekturversuch:

Nummer eins: „Das Schlimme daran ein Pinguin zu sein, ist, dass wenn man sauer ist und wegwatschelt, man immer noch total süss aussieht. “
Immer noch ziemlich holprig.

Nummer zwei: „Das Schlimme am Dasein eines Pinguins ist, dass er immer noch total süss aussieht, wenn er wütend wegwatschelt“

Und? Ich bin gleich ganz entspannt!

In diesem Sinne: Geniesst die Kurze Woche.

Grammatik und andere Fallen

Wir lieben sie, wir hassen sie: Die tollen Motivations-Sprüche, die immer wieder gerne im heimischen Facebook-Feed auftauchen. Ich mag sie eigentlich, auch wenn ich sie selber nicht teile (hab ich schon erwähnt, dass ich diese Wortschöpfung hasse?). Schliesslich sind die Sprüche oft wahr, oder zumindest klingen sie tröstend. Oder man grinst ganz insgeheim darüber.

Eine Frage geistert mir jedoch immer wieder durch den Kopf: Warum schaffen es die Gestalter dieser unsäglichen Bildnachrichten immer wieder, auch nur im kürzesten Satz mindestens einen Fehler zu machen? Oder wenn das noch gut geht, spätestens in der Bildunterschrift? Wieso die vielen Deppen-Leerzeichen? Ist einmal Durchlesen zuviel verlangt? Und warum muss das Ganze dann auch noch glitzern?

Wichtig: Ich spreche hier nicht von Leuten, die Deutsch als Fremdsprache sprechen und schreiben und somit in klassische Fallen tappen. Es ist auch eine verdammt schwere Sprache. Nein, diese Goldstücke stammen meist aus dem deutschsprachigen Raum von Ureinwohnern und treiben mir regelmässig die Tränen in die Augen. Erkennen die Menschen denn nicht, dass ein tiefgründiger Text ziemlich schnell doof wirkt, wenn er nicht korrekt abgefasst wird? Man kann so  ganze Doktorarbeiten versauen! Und ich bin mir sicher, dass dies auch regelmässig geschieht. Professoren, die sich auf die Schenkel klopfen! Einfach schade, wenn man wegen eines Textes in Gelächter ausbricht, wenn man doch eigentlich seufzen oder gewichtig nicken müsste.

Ich frage mich: Ist es den Leuten einfach egal? Denken sie, dass auf dem Internet andere, ganz eigene Grammatik-Regeln herrschten? Oder ist es einfach Faulheit, weil man annimmt, der Empfänger verstehe dann schon, was gemeint ist? Keine Bange, das ist meist (!) schon der Fall. Aber man muss ganz fest heulen dabei.

Als grosser Fan von der Serie „Your Grammar Sucks“ von jacksfilms nehme ich mir nun vor, hier einigermassen regelmässig (in Simones Welt also ca. zweimal im Jahr ) die schönsten Blüten zu veröffentlichen und mich kräftig darüber zu ärgern. Nein, vorerst mal nicht in Video-Form. Dazu habe ich einfach zu wenig Kamera-Gen.

Sollte ich also mal ein von dir geteiltes Bild/Kommentar posten, lieber Leser, sei bitte nicht beleidigt. Es geht ja schliesslich nicht um dich, sondern um den Text. Und wenn du mich gut kennst, weisst du, dass ich mir meiner eigenen Fehleranfälligkeit sehr bewusst bin. Aber ich lese meine Ergüsse wenigstens durch.

Wer mich kennt, weiss, dass ich einfach gerne böse bin. 😉

Zum Anfang habe ich nur ein einziges Bildchen (Aber da kommt noch mehr, da bin ich mir sicher):

Liebe ist… schön und macht blind. Aber nicht gegen alles!

Liebe ist_Kommafehler

Naja, wo soll ich anfangen? Der Spruch selber hat Gehalt, er thematisiert einen wichtigen Punkt, der in den meisten Beziehungen nicht wirklich beachtet wird. Aber warum, lieber Autor, hast du das Komma dort gesetzt? Mitten in einem ganzen Satz, der nicht getrennt werden möchte!  Wie kommt man auf die Idee? Wolltest du dem Leser eine kleine Lese-Pause gönnen? War dir der Satz zu lang? Oder hast du gezögert, ob das mit dem Fürsorglich-Sein auch wirklich stimmt? Poetische Note? Was auch immer: es ist falsch. Für mich fühlt sich das beim Betrachten an, als stelle mir jemand ein Bein: Selbst bei einem Streit – grumpf! autsch! – fürsorglich zu sein.  ZONK!

So ungefähr soll das laufen. Wenn man will, kann man mir auch Screenshots, Bilder oder was auch immer schicken, die ich dann mit Genuss kommentiere. Oder auch nicht. Vielleicht liest das auch gar keiner. Ich bin so populär. 😉

In diesem Sinne: ein Hoch auf die Grammatik !

Sommerliche Rastlosigkeit

Es ist Sommer in Zürich. Da dieser aber leider meist nur gefühlte zwei Tage dauert, müssen die Züritierchen dafür sorgen, dass sie möglichst jede freie Minute das Näschen in das laue Sommerlüftchen stecken. Am besten, man geht gar nicht erst nach Hause. Schliesslich gibt es am Rundfunk auch ein Sofa und man hat sogar eine Bar mit Barman, der einem regelmässig Teufelszeugs in Bechern serviert – Klar, nicht ganz gratis, das Ganze, aber prickelnd lecker. Die Musikanlage ist zwar nicht der Wahnsinn, dafür aber schön laut, was einem die Gelegenheit gibt, tief in sich hinein zu meditieren und innerlich lautstark über die angestrengt szenigen Menschen zu grinsen.

Selbstverständlich darf es nicht bei einem Ort bleiben und so macht man sich auf, um endlich auch mal in Frau Gerolds Garten herumstehen zu können. Nett ist es, auch wenn man von naturdünnen Zwanzigjährigen mitleidig angeschaut wird ( Ist ja gut: ihr werdet auch noch schrumpelig, da führt kein Weg daran vorbei!). Um den Abend abzurunden und an der frischen Luft zu bleiben, geht man am besten an eine illegale Waldparty.Wie früher. Nur müder. Auch wenn der Hin- und Rückweg länger dauert als der Aufenthalt auf dem eigentlichen „Dancefloor“ bleibt das gute Gefühl, was Besonderes erlebt zu haben. Oder wann bekommt man sonst Ecstasy angeboten, währenddessen ein riesen Feuerwerk statt in der Luft schon am Boden losgeht?

Nach einer kurzen Schlafpause hat man das Trauma ja gottseidank überwunden und begibt sich an einen total geheimen Ort am Zürisee, wo man sich nicht in einer riesigen Fleischfabrik wähnt und Punks, Yuppies (ja, die gibt’s schon noch- oder bsser: wieder?), alte Männchen, Hundebesitzer, Jogger ohne mit der Wimper zu zucken nebeneinander an ihrem Bierchen nippen und jede Stunde mal planschen gehen. Keine gegenseitigen Überdröhnungsversuche mit Musik – Keine hypernervöse Frisbee-Spieler, die ihr Talent just in dem Moment und an dem Ort ausleben müssen, wo sie eine spontane Enthauptung eines Mitmenschen riskieren. Einfach daliegen, lachen, trinken, Schundmagazine lesen (Rihanna hat ein Alkoholproblem, Suri Cruise ist ein verwöhnter Saugoof und Katie ist wieder Waitie Katie und ganz fest einsam!)und möglichst unelegant auf seinem Sarong (ja, den habe ich aus Thailand!) herumliegen. Pures Leben.

Ich höre den geneigten Leser schon lauthals „KOMMERZ“ schreien angesichts dieses eher gewöhnlichen Programms. Aber: Es macht halt am Ende des Tages doch mehr Spass, wenn man eine Stimmung mit anderen Menschen teilen kann. Sich gegenseitig in irgendwelchen Kunstcafés gelangweilt anschweigen und so tun, als wäre man total intellektuell, kann man auch später noch.

In diesem Sinne: Hoch die Tassen! (Da darf imfall auch nur Cola oder Mineral drin sein)

Verzaubert!

Man muss nicht weit gehen. Manchmal reicht auch nur ein Spontanbesuch bei Muttern, um bei einem Spaziergang durch das Kemptner Riet in eine irgendwie urtümliche erscheinende Feenwelt einzutauchen. Gemeinsam mit den Zitronenfaltern dem Gurgeln des Kemptnerbachs lauschen- den Nachtkerzen beim Blühen zuschauen und sich das perfekte Frisürchen vom lauen Nordwind zerzausen lassen – Ein unbezahlbares Gratisvergnügen. Da kann einem auch die aufsässige Bremse nicht die Laune verderben! Aber ich ihr.